Qualitätsmanagement – Grundlagen

24 Februar 2010 von Julian Kommentieren »

„Qualitätsmanagement ist die Gesamtheit aller Aktivitäten zur Sicherung und Lenkung der Qualität des Konzeptes und der Ausführungsqualität unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und der dazu notwendigen organisatorischen Systeme“ (Vorlesung Qualitätsmanagement, SRH HLW, WS 09/10).

Qualität als Solches ist nichts Absolutes; es ist keine physikalische Größe und auch kein binomer Begriff (also etwas, das man mit ja oder nein bewerten könnte). Es handelt sich bei Qualität vielmehr um eine kontinuierliche Struktur (wie z.B. die Sauberkeit in einem Raum).

„Qualität ist wenn der Kunde zurückkommt, nicht das Produkt“ beschreibt die Subjektivität des Begriffs meiner Meinung nach ziemlich treffend.


Noch vor 40 Jahren existierte in Unternehmen ein Spannungsdreieck zwischen Qualität, Zeit und Kosten; es waren gleichwertige Zielgrößen. Heutzutage ist Qualität eines der wichtigsten Unternehmensziele: Aus dem Spannungsdreieck ist ein Wirkungsdreieck geworden. Zwei Zitate aus der Vorlesung bei Herrn Prof. Dr. Abramowksi beschreiben das noch deutlicher: Während man vor 40 Jahren noch gesagt hätte, dass man „hochwertige Produkte“ erzeugt, die ihren „Preis rechtfertigen“, trifft man heute vielmehr die Meinung an, dass „kostenoptimale Produkte“ gefertigt werden, die die „Anforderungen an die Qualität“ erfüllen. Doch was genau muss ein Qualitätsmanagementsystem überhaupt leisten und Wen oder Was muss es steuern?

Ein wirkungsvolles QM System

  • identifiziert die kritischen Qualitätsfaktoren,
  • dokumentiert diese und ihr zusammenwirken,
  • gestaltet und lenkt diese Faktoren,
  • koordiniert sie
  • und erhält sie aufrecht.

Dazu bedarf es der Steuerung von

  • Mitarbeitern,
  • Prozessen,
  • Methoden und Verfahren,
  • Maschinen und Anlagen,
  • Informationen und Erfahrungen,
  • organisatorischen Einheiten und
  • anderen Systemen.

Bei der Realisierung von Qualitätsmanagementsytemen helfen die Normen DIN EN ISO 9000, 9001 und 9004. Die DIN EN ISO 9000 ist am weitesten verbreitet; sie enthält die Grundlagen und Begrifflichkeiten des QM und bildet die Basis zum Verständnis der anderen Normen. Die DIN EN ISO 9001 legt internationale Forderungen an die Gestaltung des QM Systems fest; sie bildet wiederum die Basis für eine Zertifizierung. Sie wird damit verwendet, um die Fähigkeit eines Unternehmens in Bezug auf die Erfüllung von Kundenanforderungen, Behörden- oder Unternehmensanforderungen zu bewerten. Die DIN EN ISO 9004 letztlich ist der Leitfaden für eine kontinuierliche Verbesserung (KVP), um die Gesamtheit aller interessierten Parteien dauerhaft sicherzustellen.

Ein QM-System nach DIN EN ISO 9000:2000 könnte beispielsweise wie folgt aussehen:

Modell eines QM Systems


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