Emotion und Involvement

15 März 2009 von Julian Keine Kommentare »

Zwei weitere „zentrale Konstrukte zur Erklärung des Konsumentenverhaltens“ (Grundlagen des Marketing Managements, Gabler 2006) sind Emotion und Involvement.

Im Vergleich zur Motivation sind Emotionen nicht unbedingt zielorientiert; vielmehr sind sie Zustände körperlicher Erregung. Das Ziel des Marketings ist es, eine Art emotionale Konditionierung zu erreichen.

Exkurs: Konditionierung

Beim Konditionieren unterscheidet man zwischen dem klassischen Konditionieren und dem operanten Konditionieren:

Klassisches Konditionieren versucht Reize mit Reaktionen zu verbinden – dies erfolgt durch folgendes Schema:

Am Anfang stehen ein unbedingter Reiz (unconditional stimulus = US), d.h. ein Reiz, der eine unbedingte Reaktion auslöst (unconditional response = UR). Ein Beispiel hierfür kann sein, dass man an einem Eis leckt (US) und daraufhin verstärkt Speichelbildung eintritt (UR).

» Weiterlesen: Emotion und Involvement

Aktivierung und Motivation

10 März 2009 von Julian Keine Kommentare »

Grundsätzlich gibt es acht relevante Bereiche in der Thematik des Konsumentenverhaltens; in diesem Artikel möchte ich auch die Bereiche „Aktivierung“ und „Motivation“ eingehen:

Aktivierung bezeichnet einen Erregungszustand, der den Konsumenten zu bestimmten Handlungen stimuliert. Die Faktoren, die zum Erreichen einer Aktivierung notwendig sind, können innere Reize oder äußere Reize sein.

Innere Reize sind beispielsweise der Soffwechsel oder gedankliche Aktivitäten eines Individuums, äußere sind von der Umwelt beeinflussbare Faktoren:

Sie sind entweder emotional (Schlüsselreize, d.h. z.b. erotische Abbildungen oder wehrlose Kinder), kognitiv (Auslösung von gedanklichen Konflikten aufgrund von Anzeigen, die dem typischen Denkmuster widersprechen) oder aber physisch (z.B. die besondere Beschaffenheit von Objekten).

Aktivierung hat ferner zwei wesentliche Verhaltensauswirkungen: Zum einen die erhöhte Bereitschaft zur Informationsverarbeitung (Werbeanzeigen) und zum anderen die höhere Wahrscheinlichkeit von impulsiven Kaufentscheidungen.

» Weiterlesen: Aktivierung und Motivation

Marketing

10 März 2009 von Julian Keine Kommentare »

Der Begriff Marketing resultiert aus dem englischen Wort „market“. Der Markt ist der Ort des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage; ein Unternehmen muss sich also Gedanken darüber machen, auf welchem Markt sie in welcher Art und Weise tätig sein wollen – dies geschieht über Marktabgrenzung.

Märkte können vorwiegend nach diesen vier Kriterien abgegrenzt werden.

  1. Anbieter (z.B. nach Branchen)
  2. Produkte (z.B. Markt für Tourismus)
  3. Nachfrager (z.B. Markt für wohlhabende Singles)
  4. Bedürfnisse (z.B. Markt für Unterhaltung in der Freizeit)

» Weiterlesen: Marketing

Verpackungsverordnung

10 März 2009 von Julian Keine Kommentare »

Die Verpackungsverordnung existiert seit 1991, sie ist ein Bestandteil des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetztes, wurde bereits mehrfach novelliert und bezieht ab dem 01.01.2009 auch Onlineshops und Ebay-Verkäufer mit ein.

Die Ziele der Verpackungsverordnung sind:

  1. Auswirkungen von Verpackungsabfällen auf die Umwelt reduzieren oder vermeiden und eine dahingehende Regelung des Marktverhaltens, so dass abfallwirtschaftliche Ziele erreicht werden und alle Marktteilnehmer vor unlauterem Wettbewerb geschützt werden.
  2. Steigerung des Anteils von Mehrweggetränkeverpackungen (Ziel: 80%)
  3. Einhaltung aller Marktteilnehmer von vorgeschriebenen Verwertungsquoten ihrer Verpackungen (siehe Verwertungsarten)

Wo gilt die Verpackungsverordnung:

  1. Für alle Verpackungen, die innerhalb des Geltungsbereichs des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetztes in Umlauf gebracht werden (unabhängig von wem und in welcher Form)
  2. Andere – bereits vorliegende – Gesetze, z.B. für spezielle Stoffe, bleiben unberührt.

Grundsätzlich gilt für alle Teilnehmer der Grundsatz „vermeiden vor wiederverwenden vor verwerten vor deponieren“ (vgl. Ziel (1)); andere Rechtsgrundlagen liefert darüber hinaus noch die Gefahrgutverordnung.

» Weiterlesen: Verpackungsverordnung

Logistik und Unternehmensstrategie

10 März 2009 von Julian Keine Kommentare »

Logistik ist das Denken in Prozessen, Wertschöpfungsketten und Netzwerken sowie in Leistungs-, Qualitäts- und Kostengrößen – es ist somit Wettbewerbs- und Rationalisierungsinstrument zugleich!

Deutlich wird dies, wenn man einen Blick auf die verschiedenen Unternehmensstrategien wirft: In den meisten Fällen herrschen die Strategien der Kostenführerschaft und die der Differenzierung vor (seltener Nischenbesetzungsstrategie).

Kostenführerschaft bedeutet konsequente Kostenorientierung in allen Unternehmensfunktionen, generiert aus hohem Marktanteil und der daraus resultierenden Realisierung von Größeneffekten in Beschaffung, Produktion und Distribution.

Hier kann die Logistik enorm unterstützen, da die entstehenden Kosten durch die Strukturen der Beschaffung, Distribution, Lagerhaltung, Kommissionierung, Fördermitteltechnologie, Auftrags- und Bestellabwicklung, Bestandsplanung sowie durch den Automatisierungsgrad beeinflusst werden. Alle diese Prozesse werden jedoch wiederum von den Kosten der dafür notwendigen IT beeinflusst, weshalb es gängig ist, Logistikdienstleistungen auszulagern.

Dieses Outsourcing hält dem Unternehmen mit der Absicht der Kostenführerschaft einerseits die Kosten variabel und kann darüber hinaus noch der Realisierung von Größeneffekten durch den jeweiligen Logistikdienstleister dienen.

Bei der Strategie der Differenzierung setzt das Unternehmen vorwiegend auf eine höhere Kaufloyalität und versucht Markteintrittsbarrieren für Neueinsteiger zu schaffen; Differenzierung kann zum Beispiel über Qualität, Design, Image und Service entstehen. Der Vorteil kann hier durch den durch die Logistik entstehenden Service generiert werden.

Steuerungssysteme in der Logistik

10 März 2009 von Julian Keine Kommentare »

Die Steuerungssystemwahl für das Management der Wertschöpfungskette wird meist aus der Unternehmensstrategie abgeleitet; häufig anzutreffen sind das Push-Prinzip, das Pull-Prinzip sowie die Zyklusbetrachtung:

Beim Push-Prinzip werden Güter ohne konkrete Nachfrage auf den Markt gebracht (vom Hersteller ausgelöst). Vorteile sind große Produktionslinien und voll ausgelastete Transporteinheiten. Nachteile können hohe Bestandskosten und Absatzrisiko sein.

Beim Pull-Prinzip hingegen wird die Logistikkette von ihrem Ende aus gestartet, was traditionell bei hochwertigen Investitionsgütern der Fall ist. Die Vorteile hier sind eine signifikante Reduktion der Bestandskosten und ein reduziertes Absatzrisiko, während der Kunde allerdings lange Lieferzeiten und höhere Kosten für die geringen Sendungsmengen ertragen muss.

Um die Verfügbarkeit beim Pull-Prinzip zu verbessern, werden heutzutage intelligente Prognoseverfahren eingesetzt.

Die Zyklusbetrachtung betrachtet Zeitspannen:

  1. Procurement (Beschaffungszyklus)
  2. Manufacturing (Produktionszyklus)
  3. Replenishment (Warenversorgungszyklus)
  4. Customer Order (Kundenauftragszyklus)

Ist das „richtige“ Steuerungsverfahren gewählt, stellt sich als nächste die Frage der Systemführerschaft: Wer übernimmt die die Steuerungshoheit der Logistikkette oder des Netzwerks?

Kooperative Steuerungen führen in der Regel zu suboptimalen Ergebnissen – in der Praxis zwängt der mächtigere Partner dem anderen seine Systemführerschaft auf.

Die ist zum Beispiel zu zwischen dem Großhandel und dem Logistikdiensleister zu beobachten, wo Systeme wie Just in Time (JIT) und Just in Sequence (JIS) eingeführt wurden, die für den Großhandel Vorteile erzeugen, für den Logistikdienstleister jedoch Zeitaufwand und damit Kosten bedeuten.

Supply-/Demand Chain Management

10 März 2009 von Julian Keine Kommentare »

Das Moderne Logistikverständnis erfordert die prozessorientierte Verknüpfung aller logistischen Elemente im Wirtschaftskreislauf, wodurch eine erhebliche Komplexität und hohe Arbeitsteiligkeit resultieren, was wiederum einen höheren Steuerungs- und Managementaufwand notwendig macht.

Zwei Ansätze hierfür sind das Supply Chain Management (SCM) sowie das Demand Chain Management (DCM) – Die Begriffe Supply, also Angebot, und Demand, also Nachfrage, betiteln hierbei die Position des Auslösens des Logistikprozesses – also Herstellerseite (SCM) oder Nachfragerseite (DCM).

Die wesentlichen Akteure in einer Suppy Chain sind:

  1. Rohstoffproduzenten
  2. Hersteller
  3. Großhändler
  4. Einzelhändler
  5. Kunden

Die Aufgabe der Logistik ist es, sämtliche im Logistikprozess stattfindenden Transaktionen in einer effizienten Kombination mit minimalem Ressourcenverbrauch abzuwickeln – effiziente Logistik kann ein enormer Wettbewerbsvorteil sein: Durch geringen Ressourcenverbrauch, geringe Informationskosten und hohe Produktivität wird ein Kostenvorteil, durch die Wertsteigerung der Produkte durch zusätzlichen Service ein Wertvorteil geschaffen.

Logistische Leistungserbringung

10 März 2009 von Julian Keine Kommentare »

Die logistische Leistungserbringung entsteht durch drei Arten von Systemleistungen, die wiederum die Logistikleistung ausmachen; Man unterscheidet zwischen logistischen Kernleistungen, Informationsleistungen und Zusatzleistungen.

Logistische Kernleistungen:

  1. Auftragsabwicklung (d.h. Bearbeitung eines Auftrags vom Zeitpunkt des Eingangs bis zum Eintreffen der Ware beim Kunden)
  2. Lagerhaltung (im speziellen Bevorratung)
  3. Transport

Logistische Informationsleistungen:

  1. Bestandsmanagement (Datenerfassung bewegter Güter und Warensendungen)

Logistische Zusatzleistungen:

  1. Kommissionierung
  2. Palettierung
  3. Verpackung
  4. zus. Angaben zur Ware (Preis, Menge etc.
  5. zus. Informationen über den Kunden (Größe des Grundstücks, Lage etc. – sinnvoll für Marketing)

Diese Einflussfaktoren führen also zur Logistikleistung. Ferner kann man diese Leistung noch zwischen tätigkeitsorientiert und funktionsorientiert unterscheiden:

» Weiterlesen: Logistische Leistungserbringung

Logistik

10 März 2009 von Julian Keine Kommentare »

Man stelle sich eine Wertschöpfungskette vor: Es gibt Lieferanten, Hersteller, Produzenten sowie Kunden, Verbraucher, Abnehmer und Konsumenten – jeder verfolgt eigene (meist) Interessen.

Logistik hat eine Querschnittsfunktion über alle diese Stufen der Wertschöfpung; das Comité Européen Normalisation (CEN) definiert Logistik als:

… the planning, execution and control

  1. of the movement and placement of people and/or goods an
  2. of the supporting activities releated to such movement and placement, within a system organized to achieve specific objectives

» Weiterlesen: Logistik