Logistische Leistungserbringung

10 März 2009 von Julian Kommentieren »

Die logistische Leistungserbringung entsteht durch drei Arten von Systemleistungen, die wiederum die Logistikleistung ausmachen; Man unterscheidet zwischen logistischen Kernleistungen, Informationsleistungen und Zusatzleistungen.

Logistische Kernleistungen:

  1. Auftragsabwicklung (d.h. Bearbeitung eines Auftrags vom Zeitpunkt des Eingangs bis zum Eintreffen der Ware beim Kunden)
  2. Lagerhaltung (im speziellen Bevorratung)
  3. Transport

Logistische Informationsleistungen:

  1. Bestandsmanagement (Datenerfassung bewegter Güter und Warensendungen)

Logistische Zusatzleistungen:

  1. Kommissionierung
  2. Palettierung
  3. Verpackung
  4. zus. Angaben zur Ware (Preis, Menge etc.
  5. zus. Informationen über den Kunden (Größe des Grundstücks, Lage etc. – sinnvoll für Marketing)

Diese Einflussfaktoren führen also zur Logistikleistung. Ferner kann man diese Leistung noch zwischen tätigkeitsorientiert und funktionsorientiert unterscheiden:


Tätigkeitsorientierte Logistikleistungen werden in die Cluster Makrologistik, Mikrologistik und Metalogistik eingeteilt. Makrologistik betrachtet die Gesamtwirtschaftlichkeit und damit vorwiegend die für die Kernleistungen notwendige Infrastruktur.

Mikrologistik beschäftigt sich mit einzelwirtschaftlichen Systemen (Branchen) – Metalogistik schließlich bezeichnet Kooperationen zwischen selbstständigen Organisationen und der Mikrologistik.

Darüber hinaus kann man Logistik auch funktionsorientiert clustern, und zwar in Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistk (+ Entsorgungslogistik).

Beschaffungslogistik:

Einkauf:

  1. Beschaffungsmarktforschung
  2. Verkaufsverhandlung
  3. Preis-Wert-Analyse
  4. Beschaffungsverwaltung

Beschaffung:

  1. Transport
  2. Warenannahme
  3. Qualitätsprüfung
  4. Lagerhaltung
  5. Planung, Steuerung und Kontrolle des Materialflusses

Produktionslogistik:

„Planung und Steuerung der innerbetrieblichen Prozesse zum Materialfluss, der Lagerung und des innerbetrieblichen Transports“

Fabrikplanung:

  1. Materialflussgerechte Fabrikstruktur

Produktionsplanung:

  1. Programmplanung
  2. Mengenplanung
  3. Fremdbezugs- u. Eigenbedarfsplanung

Produktionssteuerung:

  1. Auftragsveranlassung

Distributionslogistik:

„Abstimmung aller Prozesse, die geeignet sind, dem Kunden die Ware zukommen zu lassen“

Auftragsabwicklung:

  1. Übermittlung
  2. Bearbeitung

Lagerung:

  1. Umschlag
  2. Einlagerung
  3. Lagerung
  4. Auslagerung
  5. Kommissionierung
  6. Verpackung
  7. Bestandsmanagement

Transport:

  1. Umschlag
  2. Disposition
  3. Beladung
  4. Transport im eigentlichen Sinn
  5. Zustellung

Exkurs Servicegrad:

Zusätzliche Kennzahl für die logistische Leistungserbringung ist der Servicegrad, ermacht die Leistung messbar und ist damit Grundlage für die Kosten- und Preisermittlung der Leistung.

Typischerweise wird er beeinflusst durch die Lieferzeit, die Lieferqualität, die Lieferflexibilität und die Lieferbereitschaft.

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