Logistik

10 März 2009 von Julian Kommentieren »

Man stelle sich eine Wertschöpfungskette vor: Es gibt Lieferanten, Hersteller, Produzenten sowie Kunden, Verbraucher, Abnehmer und Konsumenten – jeder verfolgt eigene (meist) Interessen.

Logistik hat eine Querschnittsfunktion über alle diese Stufen der Wertschöfpung; das Comité Européen Normalisation (CEN) definiert Logistik als:

… the planning, execution and control

  1. of the movement and placement of people and/or goods an
  2. of the supporting activities releated to such movement and placement, within a system organized to achieve specific objectives

Die Aufgabe der Logistik ist es also, ein System die Raum- und Zeitüberbrückung

  1. zu planen
  2. zu organisieren
  3. zu koordinieren
  4. und durchzuführen

Man spricht daher häufig von den „7 r‘s“ der Logistik, d.h.

  1. das richtige Produkt
  2. in der richtigen Menge
  3. in der richtigen Qualität
  4. am richtigen Ort
  5. zur richtigen Zeit
  6. zu den richtigen Kosten
  7. an den richtigen Kunden.

Die Logistik steht hierbei stets in einem potentiellen Spannungsdreieck zwischen Kosten, Leistung und Qualität. Erstmals erwähnt im betriebswirtschaftlichen Zusammenhang wurde der Begriff Logistik 1955 von Morgenstern in „Theory of Logistics“ – bis dahin kannte man sie fast ausschließlich in militärischen Gefilden. Seither hat die Logistik einen Wandel vollzogen: Von der ursprünglichen TUL (Transport, Umschlag, Lagerung) Sichtweise her bis hin zur heutigen Ausrichtung auf Supply- oder Demand-Chain-Management (Flow Management, d.h. Management von sich fortlaufend in Bewegung befindlichen Fließsystemen).

Die Ziele der Logistik sind primär die Senkung der Flusskosten, d.h. die Kostensenkung des Logistikprozesses und des Allgemeinen Unternehmensprozesses. Dies geschieht vorwiegend durch Optimierung der Netzkonfiguration, also beispielsweise der Verkürzung von Logistikketten und Prozessoptimierungen.

Als zweites Ziel steht die Erhöhung der Anpassungsfähigkeit es Systems an Bedarfs- und Umweltänderungen, was durch Netzrationalisierung erreicht wird (Frühwarnsysteme etc.); schließlich soll drittens der Wert der Güter durch oder während des Logistikprozesses erhöht werden (Bedarfsorientierung, Impulsreduktion).

Wirft man nun einen Blick auf die Aufgaben und Ziele der Logistik und die daraus resultierenden Möglichkeiten für jedes Unternehmen, so wird klar, dass Logistik in der modernen Unternehmensführung eine stark erfolgsrelevante Stellung einnimmt.

Werbung

Hinterlasse einen Kommentar