Zunehmender Wettbewerb und Globalisierung bewirken mehr und mehr nicht mehr nur eine Konkurrenz zwischen einzelnen Unternehmen, sondern vielmehr eine Konkurrenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette und damit zwischen Netzwerken. Es nützt wenig, wenn das eigene Unternehmen profitabel wirtschaftet, während Partner und Zulieferer im Regen stehen.
Ein Tool – welches ich verhätlnismäßig als leicht umsetzbar und dennoch hochgradig wirkungsvoll ansehe –ist die Gemeinsame Prognose (Joint Forecasting).
In der Logistik sind Überbestände ebenso wie Fehlmengen Störfaktoren, die jedoch nur schwierig zu vermeiden sind. Joint Forecasting ist im Endeffekt nicht vielmehr als eine Abstimmung zwischen dem Unternehmen und seinen Partnern, was den Bedarf entlang der gesamten Lieferkette betrifft. Entweder beide Geschäftspartner erstellen individuelle Prognosen, die dann abgeglichen werden, oder lediglich ein Partner prognostiziert seinen Bedarf und stimmt diesen danach mit dem Partner ab.
Was nutzt Joint Forecasting?
· herkömmliche Lieferantenbeziehungen werden durch intensive Zusammenarbeit zu Systempartnerschaften
· das Gesamtverständnis für die Prozesse des Geschäftspartners wird gefördert und birgt ggf. Optimierungspotentiale, die er selbst noch nicht aufgetan hat
· gemeinsam entwickelte Prognosedaten bieten Argumentationsbasis für Distribution, Produktionsplanung und Sortimentsbildung
· der Umsatz kann gesteigert werden
· die Warenverfügbarkeit wird erhöht (durch Reduzierung von Fehlmengen)
· Bestandskosten werden durch intelligente Prognosen gemindert
(Die Grafik habe ich dem Informationsprospekt von Prozeus entnommen)

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