Logistik ist das Denken in Prozessen, Wertschöpfungsketten und Netzwerken sowie in Leistungs-, Qualitäts- und Kostengrößen – es ist somit Wettbewerbs- und Rationalisierungsinstrument zugleich!
Deutlich wird dies, wenn man einen Blick auf die verschiedenen Unternehmensstrategien wirft: In den meisten Fällen herrschen die Strategien der Kostenführerschaft und die der Differenzierung vor (seltener Nischenbesetzungsstrategie).
Kostenführerschaft bedeutet konsequente Kostenorientierung in allen Unternehmensfunktionen, generiert aus hohem Marktanteil und der daraus resultierenden Realisierung von Größeneffekten in Beschaffung, Produktion und Distribution.
Hier kann die Logistik enorm unterstützen, da die entstehenden Kosten durch die Strukturen der Beschaffung, Distribution, Lagerhaltung, Kommissionierung, Fördermitteltechnologie, Auftrags- und Bestellabwicklung, Bestandsplanung sowie durch den Automatisierungsgrad beeinflusst werden. Alle diese Prozesse werden jedoch wiederum von den Kosten der dafür notwendigen IT beeinflusst, weshalb es gängig ist, Logistikdienstleistungen auszulagern.
Dieses Outsourcing hält dem Unternehmen mit der Absicht der Kostenführerschaft einerseits die Kosten variabel und kann darüber hinaus noch der Realisierung von Größeneffekten durch den jeweiligen Logistikdienstleister dienen.
Bei der Strategie der Differenzierung setzt das Unternehmen vorwiegend auf eine höhere Kaufloyalität und versucht Markteintrittsbarrieren für Neueinsteiger zu schaffen; Differenzierung kann zum Beispiel über Qualität, Design, Image und Service entstehen. Der Vorteil kann hier durch den durch die Logistik entstehenden Service generiert werden.